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Neue Luzerner Zeitung Online, 15. April 2012, 13:38

Urner wählen Bär und Camenzind

Die Regierungsräte Urban Camenzind und Barbara Bär (links) sind am 11. März im zweiten Wahlgan gewählt worden. Zoom

Die Regierungsräte Urban Camenzind und Barbara Bär (links) sind am 11. März im zweiten Wahlgan gewählt worden. (Urs Hanhart/Neue UZ)

Nun ist der Urner Regierungsrat komplett: Im zweiten Wahlgang vom Sonntag haben Barbara Bär (FDP) und Urban Camenzind (CVP) den Sprung in die Exekutive geschafft.

Die 55-jährige Barbara Bär von der FDP erzielte mit 5142 Stimmen das beste Resultat der vier Kandidaten, die zum zweiten Wahlgang antraten. Der 47-jährige CVP-Kandidat Urban Camenzind schaffte den Einzug in die Urner Regierung mit 4937 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 41,1 Prozent.

Bilderstrecke: Regierungsratswahlen im Kanton Uri

Barbara Bär (FDP) und Urban Camenzind (CVP) sind im zweiten Wahlgang in den Urner Regierungsrat gewählt worden. Die Stimmbeteiligung betrug 41,1 Prozent. (Bilder: Urs Hanhart/Neue UZ)

Der Strategiewechsel der FDP für den zweiten Wahlgang lohnte sich: Noch im ersten Wahlgang trat Barbara Bär aus Altdorf nämlich als wilde Kandidatin an, weil sie es bei den parteiinternen Ausmarchungen nicht auf die offizielle FDP-Liste geschafft hatte. 

Nachdem Bär aber im ersten Wahlgang am zweitmeisten Stimmen der Nichtgewählten erhalten hatte und den offiziellen FDP-Kandidaten Thomas Arnold, der auf dem letzten Platz landete, deutlich hinter sich liess, nominierte sie die FDP für die zweite Runde Bär offiziell.

CVP verteidigt dritten Sitz problemlos

Problemlos schaffte am Sonntag auch der CVP-Kandidat Urban Camenzind den Sprung in die Regierung. Im ersten Wahlgang erhielt er noch am meisten Stimmen der Nichtgewählten, in der zweiten Runde überholte ihn Barbara Bär. Den dritten CVP-Sitz aber brachte er trotzdem ins Trockene.

Unklar war im Vorfeld, wie viele Stimmen ihm Erich Herger wegschnappen würde. Der Gemeindepräsident von Bürglen wurde von seiner Partei, der CVP, offiziell nicht nominiert - auch für den zweiten Wahlgang nicht. Er trat als wilder Kandidat an und erzielte mit 3921 Stimmen deutlich weniger Stimmen als die beiden Gewählten.

Auf dem letzten Platz landete am Sonntag der SVP-Kandidat Josef Schuler. Er erhielt 3696 Stimmen. Die SVP verfehlte somit ihr Ziel, einen zweiten Sitz zu ergattern, auch im zweiten Wahlgang.

Kontinuität in der Urner Regierung

Mit der Wahl von Bär und Camenzind bleibt das Kräfteverhältnis in der Urner Regierung unverändert. Sie besteht weiterhin aus drei CVP- , zwei FDP-, sowie je einem SVP- und SP-Vertreter. Es sind dies die Bisherigen Josef Dittli (FDP), Heidi Z'graggen (CVP), Beat Arnold (SVP), Markus Züst (SP) sowie die neu gewählten Beat Jörg (CVP), Urban Camenzind (CVP) und Barbara Bär (FDP)..

Durch die Wahl von Bär und Camenzind in den Regierungsrat des Kantons Uri rücken zwei Frauen im Landrat nach: Nicole Cathry aus Altdorf und Bernadette-Arnold-Furrer aus Bürglen.

sda/pd/ks

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