NZZ Online, 2. Juli 2012, 14:15
Keine Einigung auf Richtpreis
Für das dritte Quartal 2012 hat sich die Branchenorganisation Milch nicht auf einen Milch-Richtpreis einigen können. Die Positionen und Markteinschätzungen der verschiedenen Akteure seien zu unterschiedlich, hiess es.
(sda)
Bis Ende Juni betrug der Richtpreis 66 Rappen. Weil nun kein Richtwert mehr besteht, könnte dies zu einem verstärkten Preisdruck auf die Produzenten führen, sagte Daniel Gerber, Geschäftsführer der Branchenorganisation (BO) Milch, am Montag.
Beim Richtpreis handelt es sich um den Preis für Milch, die in der Schweiz verkauft wird, die sogenannte A-Segment-Milch. Dafür sollen die Bauern einen vertraglich festgelegten Preis bekommen, der alle drei Monate angepasst wird.
SMP erhält drei Vorstandssitze
Der BO-Vorstand hiess an seiner Sitzung zudem einen Antrag der Schweizer Milchproduzenten (SMP) gut und sicherte dieser Organisation drei Vorstandssitze zu. Stimmen dem auch die Delegierten zu, machen die Milchproduzenten ihren auf Ende 2012 angedrohten Austritt aus der BO Milch wieder rückgängig.
Der Vorstand diskutierte zudem über eine sektorielle Grenzöffnung gegenüber dem EU-Markt. Eine Arbeitsgruppe befasst sich zurzeit mit Lösungsansätzen. Spätestens an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung im Herbst 2012 müssen konkrete Lösungsansätze vorliegen.
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